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Antworten auf häufig gestellte Fragen

Die Korporationen sind in ihren Zielsetzungen und inneren Strukturen vielfältig. Auf den Heimatseiten der Verbände, wie bei unserem Dachverband, dem Coburger Convent (www.coburger-convent.de), findet ihr viele den jeweiligen Verband betreffende Informationen. Noch vielfältiger ist das Angebot unter www.cousin.de.

Hier findet ihr Antworten auf viele Fragen, die häufig an uns gerichtet werden. Sie betreffen die spezifische Lage der Landsmannschaft Mecklenburgia-Rostock im CC zu Hamburg.

 

Ihr nennt euch Mecklenburgia. Nehmt ihr nur Mecklenburger auf?
Nehmt Ihr nur Deutsche auf? Keine Ausländer?
Ist diese Abschottung nicht antiquiert?
Euer Nationalbewußtsein ist also nicht ausländerfeindlich? 
Dieses nationale Denken entspricht aber nicht dem Zeitgeist!? 
Isoliert ihr euch nicht mit dieser Haltung ?
Ihr kritisiert die Spaßgesellschaft – seid ihr spaßlos?
Nehmt ihr Kriegsdienstverweigerer auf?
Aber viele Jugendliche betrachten doch die Entscheidung zwischen Bundeswehr und Zivildienst als freie Wahl. Dies wird ihnen doch in vielen Schulen und Elternhäusern so vermittelt?
Der AStA stellt Euch in die rechte Ecke und in die Nähe von Skinheads und NPD. Was ist dran?
Warum führt der AStA diese Kampagne gegen die Korporationen?
Aber gerade Mecklenburgia werden doch konkrete Vorwürfe gemacht, die durch eine Rede eines eurer Mitglieder in Coburg im Jahr 1993 belegt wird!
Was erwartet ihr vom AStA? 
Wie steht es mit dem Vorwurf des Antisemitismus?
Aber es werden doch konkrete Vorwürfe zitiert.
Warum sind Frauen bei euch keine Mitglieder?
Ihr bekennt euch zum Begriff der Ehre. Ist dies nicht recht altertümlich?
Warum verwendet ihr deutsche Begriffe, wie z.B. “elektronische Post” statt des üblichen e-mail?
 

 

 

 Zurück zum Seiteanfang Ihr nennt euch Mecklenburgia. Nehmt ihr nur Mecklenburger auf?

Nein. Der Name leitet sich historisch aus einem Stammtisch Mecklenburger Studenten in Leipzig im Jahr 1870 ab. Aber schon bald wurden in die junge Korporation Nicht-Mecklenburger aufgenommen. Heute sind bei uns deutsche Studenten aus allen deutschen Landen und auch Auslandsdeutsche Mitglied.


 Zurück zum Seiteanfang Nehmt Ihr nur Deutsche auf? Keine Ausländer?

Ja, bei uns sind nur Deutsche Mitglied. Wir erwarten von unseren Mitgliedern den Einsatz für das deutsche Vaterland. Dies ist einem Ausländer nicht abzuverlangen, weil er aus seiner Verbundenheit zu seinem Vaterland natürlich diesem verpflichtet ist.


 Zurück zum Seiteanfang Ist diese Abschottung nicht antiquiert?

Nein. Diese Denkweise findet gerade im Ausland große Akzeptanz und ist dort nahezu selbstverständlich. Es ist eher eine deutsche Besonderheit, daß viele Mitbürger Probleme haben, sich zu ihrem Volk und Vaterland zu bekennen und sich dafür einzusetzen. Wir schotten uns übrigens nicht ab. Wir freuen uns über die vielfältigen Auslandsaufenthalte unserer Mitglieder, die in vielen Ländern der Welt beruflich tätig sind bzw. waren oder dort Studienaufenthalte und Praktika verbringen. Die ausländischen Gäste auf unserem Verbindungshaus finden übrigens unser spezifisch deutsches Studentenleben mit der Bewahrung traditioneller Formen sehr attraktiv.


 Zurück zum Seiteanfang Euer Nationalbewußtsein ist also nicht ausländerfeindlich?

Im Gegenteil. Die Korporationen haben ihre Wurzel in den freiheitlichen Bewegungen der Befreiungskriege und der demokratischen Revolution von 1848. Unsere Einstellung zur Nation läßt sich am Gedicht Ferdinand Freiligraths, eines Dichters der Revolution von 1848 darstellen:

“Am Baum der Menschheit drängt sich Blüth` an Blüthe ... und jede Blüthe ist ein Volk, ein Land!” Freiligrath gibt der Hoffnung Ausdruck, daß sich auch Deutschland, von der Freiheit beseelt, zu einer prächtigen Blume entwickeln möge. Dafür setzen auch wir uns ein.


 Zurück zum Seiteanfang Dieses nationale Denken entspricht aber nicht dem Zeitgeist!?

Das ist wohl richtig. Uns zeichnet eine gewisse Resistenz gegenüber dem Zeitgeist aus. Wir fühlen uns dauerhafteren Werten verbunden, als jenen, die die Spaßgesellschaft derzeit prägen. Ehre, Freiheit, Freundschaft, Vaterland sind Begriffe, die auch viel mit Pflichten zu tun haben. Sie bilden ein dauerhafteres Fundament als die egozentrischen und ausschließlich am eigenen Wohlergehen orientierten Maximen, die derzeit modern sind.

Das Gedicht Freiligraths entsprach im übrigen auch damals nicht dem Zeitgeist. Es wurde vom königlichen Ober-Censurgericht zu Berlin im Jahr 1844 verboten. Die heutige “Political Correctnes”, die versucht vaterländische Positionen ins Abseits zu drängen, steht in “würdiger” Nachfolge dieser Zensurbehörde.


 Zurück zum Seiteanfang Isoliert ihr euch nicht mit dieser Haltung ?

Nein. Die Einstellung zu Grundfragen ist einer Mehrheitsabstimmung nicht zugänglich. Wir gehen übrigens davon aus, daß in der historischen Entwicklung das geeinte Deutschland im vereinten Europa seinen Platz selbstbewußt und gleichberechtigt ausfüllen wird. Dies wird zu einem dauerhaften stabilen und friedlichen Miteinander der europäischen Nationen führen. Dies ist der Wille der meisten Europäer. Der derzeitige deutsche Sonderweg mit seinem verkrampften Verhältnis zur eigenen Nation ist eine Übergangserscheinung, die hoffentlich bald mit dem Abtreten der Generation der 68er sein Ende finden wird. Wir wollen zu seiner Überwindung beitragen.

Die Durchsetzung der Wiedervereinigung durch das deutsche Volk gegen den Willen der Regierung der damaligen DDR und gegen den Willen von breiten Teilen der politischen Klasse der damaligen Bundesrepublik hat die tiefe Verankerung nationalen Denkens bewiesen. Diese Entwicklung war übrigens auch ein Beleg für den Opportunismus in der Politik. Hinterher waren (fast) alle schon immer für die Wiedervereinigung. Insofern können wir von der Anpassungsfähigkeit der politischen Klasse bei dem Normalisierungsprozeß Deutschlands im vereinten Europa ausgehen.


 Zurück zum Seiteanfang Ihr kritisiert die Spaßgesellschaft – seid ihr spaßlos?

Im Gegenteil! Korporationen standen schon immer für ein fröhliches Studentenleben. Mecklenburgia feiert häufig Feste. Die Erinnerungen an gemeinsame legendäre Feiern sind ein Teil unseres Zusammenhalts. Wir fordern von uns aber auch das Bestehen der Herausforderungen der ernsten Seiten des Lebens, die Erfüllung der Pflichten aus Studium und Beruf, gegenüber Familie und Freundschaften und auch gegenüber dem Vaterland. So fordern wir von unseren Mitgliedern, daß sie im Falle der Einberufung der Wehrpflicht nachkommen. Dies entspricht unserem Verständnis von staatsbürgerlicher Pflichterfüllung. (Näheres im Archiv: "Einsatz für Freiheit und Vaterland")


 Zurück zum Seiteanfang Nehmt ihr Kriegsdienstverweigerer auf?

Nein. Wer sich aus Gewissensgründen nicht in der Lage sieht, sein Vaterland, seine Nächsten und sich selber zu verteidigen, paßt nicht in unsere Gemeinschaft, die von ihren Mitgliedern den Einsatz für Freiheit und Vaterland verlangt. (Näheres im Archiv: "Einsatz für Freiheit und Vaterland")

 


 Zurück zum Seiteanfang Aber viele Jugendliche betrachten doch die Entscheidung zwischen Bundeswehr und Zivildienst als freie Wahl. Dies wird ihnen doch in vielen Schulen und Elternhäusern so vermittelt?

Das ist wohl richtig. Das Gesetz sieht aber die Wehrpflicht vor und die Ausnahme nur bei einer Gewissensentscheidung, die jeder für sich selbst trifft. Daß der Einfluß der 68er viele Jugendliche ohne wirkliche Gewissensprüfung in die Kriegsdienstverweigerung gebracht hat, ist uns auch klar. Aber letztlich verantwortet jeder seine Entscheidung selbst. Eine Entscheidung gegen den Wehrdienst zu fällen, ohne den im Grundgesetz garantierten Verweigerungsgrund für sich wirklich in Anspruch nehmen zu können, ist auch eine Frage der Ehre.


 Zurück zum Seiteanfang Der AStA stellt Euch in die rechte Ecke und in die Nähe von Skinheads und NPD. Was ist dran?

Nichts. Unsere Landsmannschaft existiert seit mehr als 130 Jahren. Sie ist in transparenter Weise demokratisch strukturiert. Unsere Mitglieder sind dem Patriotismus, d.h. dem Einsatz für unser Vaterland und unserem Gemeinwesen verpflichtet. Ihr vielfältiges berufliches und ehrenamtliches Engagement hat sie stets in verantwortungsvolle Funktionen in Staat und Wirtschaft geführt, bis hin in höchste Staatsämter und herausgehobene Wirtschaftsfunktionen. Mit extremistischen Randgruppen unserer Gesellschaft haben wir nichts zu tun.

Auf die Frage nach der “rechten Ecke” gab es die von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in eine langen Artikelfolge gestellte Gegenfrage “Was ist rechts?” Die Antworten waren naturgemäß vielfältig. Auf entsprechende Anwürfe von links pflegte Altbundeskanzler Kohl in seinen Veranstaltungen zu sagen: “Es gibt eben Menschen, die halten jemanden, der jeden Morgen um 9.00 Uhr pünktlich zur Arbeit erscheint, schon für rechtsradikal.” Wir lehnen eine Einordnung unserer konservativen Wertorientierung durch simplifizierende Schlagworte ab und überlassen es jedem unserer Mitglieder, sich selbst politisch zu verorten, falls der einzelne dies für sinnvoll hält.


 Zurück zum Seiteanfang Warum führt der AStA diese Kampagne gegen die Korporationen?

Wer selbst schwach ist, braucht ein Feindbild. Der AStA steht gerade in Hamburg seit 1968 in einer unseligen Tradition. Oft getragen von Linksextremisten, die zu DDR-Zeiten auch von dort finanziert wurden, hat er über Jahrzehnte eine Politik getrieben, die die eigentlichen studentischen Interessen (wie die Studienbedingungen an der Universität) meist weniger betraf als allgemeinpolitische Fragestellungen. Die Ausgrenzung und Diskriminierung Andersdenkender durch Redeverbote auf Veranstaltungen und Behinderungen bei der politischen Arbeit war intergraler Bestandteil der Politik der den AStA tragenden, im Laufe der Jahre wechselnden,linken studentischen Gruppierungen.

Nach der Wende 1989 zerbrachen viele linke Illusionen. Auf der Suche nach einem Sinn hilft in solchen Lagen oft ein klares Feindbild weiter. Dazu müssen die Korporationen herhalten. Aus Wahrheiten, Halbwahrheiten und Unwahrheiten wurde ein ungenießbares Gebräu zusammengerührt. Dies wird nun in regelmäßigen Abständen der Studentenschaft vorgesetzt. Zigfach dementierte Vorgänge werden immer wieder aufgewärmt. Durch die elektronischen Medien sind sie stets abrufbar, damit leicht wiederverwertbar und erwecken durch den scheinbaren Quellenbezug und gute digitalisierte Aufarbeitung eine falsche Authentizität.

Mit einem Feindbild lebt es sich offenbar besser, weil man sich im eigenen Kopf positiv davon abheben kann. Mit der Realität hat dieses Phänomen nichts zu tun. Insofern ist eine rationale Sachargumentation hier auch wenig hilfreich, eher wäre dies schon eine im Fachbereich Psychologie zu leistende Aufarbeitung.

Die in Hamburg lange Tradition des  selbsternannten “Antifaschismus” hat übrigens oft zu seltsamen Blüten geführt. Die ehemaligen Studenten erinnern sich noch an Spruchbänder aus den 70er Jahren, auf denen es hieß: “Bekämpft die Faschisten von Schmidt bis Strauß”. Der heutige AStA begibt sich in seiner Realitätswahrnehmung auf das Niveau seiner geistigen Vorgänger aus den 70er Jahren und ist insofern deren würdiger Nachfolger.


 Zurück zum Seiteanfang Aber gerade Mecklenburgia werden doch konkrete Vorwürfe gemacht, die durch eine Rede eines eurer Mitglieder in Coburg im Jahr 1993 belegt wird!

Der Vorwurf ist Unsinn. Unser verdienter Bundesbruder Prof. Dr. Dieter Wiebecke, Oberstarzt d. Res. und Träger des Bundesverdienstkreuzes, hat 1993 unserer Toten der Weltkriege gedacht. In sein Gedenken hat er auch die ehemaligen Feinde einbezogen. Diese in Achtung vor den Toten gehaltene Rede wird immer wieder in ihren Inhalten völlig verzerrt dargestellt. Die Rede ist schon immer veröffentlicht gewesen. Sie steht im Netz. Jeder kann sich ein eigenes Urteil bilden.


 Zurück zum Seiteanfang Was erwartet ihr vom AStA?

Der AStA soll die Interessenvertretung der Studentenschaft sein. Er ist aufgefordert, sich dieser Aufgabe zu widmen. Dort gibt es soviel zu tun, daß für die Diffamierung Andersdenkender eigentlich keine Zeit sein sollte.

Des weiteren sollte der AStA seine Geschichte nach 1968 aufarbeiten. Er sollte selbstkritisch seine Beziehungen und die der ihn damals und heute tragenden Gruppierungen zum Regime der DDR erkunden und offenbaren. Er sollte auch die weiteren von ihm und den ihn tragenden Gruppierungen zu verantwortenden Demokratiedefizite ermitteln und bekennen. Wenn dieser Aufarbeitungsprozeß vorurteilsos und objektiv vonstatten geht, wird der AStA nicht umhin kommen, sich in Demut an die von ihm diskriminierten Gruppen an der Universität, wie den Ring christlich-demokratischer Studenten und viele Korporationen, zu wenden und sich zu entschuldigen.


 Zurück zum Seiteanfang Wie steht es mit dem Vorwurf des Antisemitismus?

Auch dieser Vorwurf ist eine Verleumdung nach dem Motto: Bewerfen wir den Gegner mit Dreck, irgend etwas wird schon hängenbleiben.

Die Religionszugehörigkeit ist bei uns Sache jedes Einzelnen. Wir respektieren die entsprechenden Entscheidungen unserer Mitglieder. Diese sind uns insgesamt noch nicht einmal bekannt.


 Zurück zum Seiteanfang Aber es werden doch konkrete Vorwürfe zitiert.

Die Sachverhalte, die den uns bekannten Vorwürfen zugrunde liegen, stammen aus den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts oder sind noch älter. Mecklenburgia ist im übrigen nicht betroffen. Die Sachverhalte sind in ihrer historischen Darstellung verzerrt beschrieben und haben mit der heutigen Zeit nichts zu tun. Wahr ist, daß es an den deutschen Hochschulen besonders im ausgehenden 19. und in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts dem Zeitgeist gemäß in der Studentenschaft antisemitische Vorbehalte gegeben hat. Diese Strömung betraf die Gesellschaft insgesamt – in ganz Europa und auch in Amerika. Die Studentenschaft neigt offenbar dazu, zeitgeistige Strömungen besonders intensiv aufzugreifen und zu verstärken. Davon blieben damals – wie viele andere Gruppierungen – auch die Korporationen nicht frei. Dieses Thema ist seitens der Korporationen wissenschaftlich aufgearbeitet worden. Unsere Konsequenz ist, daß wir uns in unserem Denken und Handeln eng an unsere allgemeingültigen Werte halten und zeitgeistige Strömungen daran messen.

Für die Landsmannschaft Mecklenburgia ist in der historischen Betrachtung festzuhalten, daß ihr Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg und dem Verbot im 3. Reich von der nachhaltigen ideellen und materiellen Unterstützung eines in den 20er Jahren nach Amerika ausgewanderten jüdischen Alten Herren begleitet wurde. Dessen Urteil und dessen Idealismus sind für uns ein wichtiger Maßstab für die historische Beurteilung unserer Geschichte und der dabei jeweils handelnden Mitglieder.


 Zurück zum Seiteanfang Warum sind Frauen bei euch keine Mitglieder?

Wir sind ein Männerbund. Dabei soll es auch bleiben. Daß seitens einer Frau die Mitgliedschaft in einer schlagenden Verbindung begehrt worden wäre, wäre uns im übrigen neu.

Aber im Kern ist die Frage mit unserer Aussage zu beantworten, daß wir die Pflege von Freundschaft und Kameradschaft im Kreis von Männern als positiv betrachten und erfahren.

Mittlerweile ist im übrigen selbst Feministinnen nicht entgangen, daß es geschlechtsspezifisch unterschiedliches Verhalten im Gruppenzusammenhang gibt, sonst wären wohl nicht so viele Frauengruppen mit den unterschiedlichsten Zielsetzungen gegründet worden.

Wir haben uns für unseren Männerbund entschieden. In unserer pluralistischen Gesellschaft ist dies eine Option, die im Gegensatz zu vielen anderen Varianten der Zusammengehörigkeit den Vorteil hat, sich schon – wie in unserem Fall – seit über 130 Jahren bewährt zu haben.

Das Mitwirken der Frauen findet bei uns, übrigens sehr erfolgreich, im Rahmen der jeweiligen Zweierbeziehung statt.


 Zurück zum Seiteanfang Ihr bekennt euch zum Begriff der Ehre. Ist dies nicht recht altertümlich?

Dies ist ein oberflächlicher Eindruck. Selbst in unserer Spaßgesellschaft stellt man doch gelegentlich fest, daß – recht einvernehmlich – manches Verhalten doch als “Frage der Ehre” betrachtet wird.

Im übrigen zeigt die tägliche Lektüre der Zeitung, daß es in Deutschland bei den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft das wünschenswerte ehrenhafte Denken und Handeln im Interesse des Gemeinwohls keinesfalls im Übermaß vorhanden ist. Insofern wäre es durchaus angebracht, wenn der Begriff der Ehre auch über den Korporationsbereich hinaus eine breite Anerkennung und Verankerung fände. Wir glauben schon, daß dies dem Lebensgefühl der allermeisten Menschen entspräche. Vielleicht fehlt nur der Mut, dies offensiv zu bekennen.


 Zurück zum Seiteanfang Warum verwendet ihr deutsche Begriffe, wie z.B. “elektronische Post” statt des üblichen e-mail?

Wir meinen, daß die Pflege der deutschen Sprache eine wesentliche Aufgabe nicht nur, aber gerade auch von Akademikern ist. Die derzeit grassierende bewußte oder gedankenlose massenhafte Verwendung von Anglizismen hat uns veranlaßt, in unserem Rahmen zu überlegen, ob es im Einzelfall für einen Anglizismus nicht auch ein gleichwertiges oder besseres deutsches Wort gibt. Dies geschieht ganz unverkrampft und ohne einen überhöhten missionarischen Anspruch. Wir freuen uns aber, daß dieses Bestreben zunehmend von vielen Menschen geteilt wird, denen die deutsche Sprache am Herzen liegt und die unterschiedlichster, keinesfalls nur konservativer Herkunft sind. Unsere Haltung entspricht nicht nur der Regierungspolitik in vielen unserer europäischen Nachbarländer, wie Finnland, Frankreich oder Polen, sondern wird auch bestärkt durch vielfältige Äußerungen aus dem englischsprachigen Ausland, wo die – oft ja auch unfreiwillig ungeschickte – Verwendung englischer Vokabeln wenig Beifall findet.

Wir empfehlen unseren Mitgliedern, lieber gutes Englisch zu lernen als schlechtes Denglisch zu verwenden.

   

Eure individuellen Fragen sendet ihr einfach an info@mecklenburgia.de

 

Landsmannschaft Mecklenburgia-Rostock
im CC zu Hamburg
Sierichstrasse 167
22299 Hamburg
Telefon: 040 / 41 46 73 - 0
Fax: 040 / 41 46 73 - 29
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