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FECHTEN

fechten
Die Faszination, die von der Mensur ausgeht, ist lebendig wie einst: Sie gehört zum Mythos Verbindung untrennbar dazu, edel und roh zugleich; niemand, der sich ihrer archaischen Anziehungskraft entziehen könnte.

Zwei Paukanten fechten ihre Mensur. Ihnen zur Seite stehen die beiden Sekundanten, die am Ende eines Ganges zu je vier Hieben hochgehen, um ihren Paukanten zu schützen. In der Mitte der Unparteiische. An den Seiten die Testanten zur Betreuung der Paukanten und Sekundanten.

Die nicht unmittelbar an der Mensur beteiligten Bundesbrüder sorgen als Zuschauer für eine nicht zu unterschätzende moralische Unterstützung, denn schließlich ficht der Paukant "auf die Farben Mecklenburgias" und somit stellvertretend für alle anderen Mitglieder der Verbindung.

Nichtsdestotrotz steht natürlich der jeweilige Paukant im Mittelpunkt. Ihm wird vor und während der Mensur physisch als auch psychisch eine Menge abverlangt. Die Mensur ist aber viel mehr als ein "Extremsport", sie steht für sich selbst. Jeder Vergleich mit derartigen Freizeitbeschäftigungen wie z.B. Bungeejumping oder Fallschirmspringen verbietet sich daher.

Bei der Mensur geht es vielmehr darum, das Einstehen der eigenen Person für die Gemeinschaft der Korporation in einer Extremsituation, das buchstäbliche "Kopf hinhalten", nach außen hin vor den versammelten Bundesbrüdern zu dokumentieren.